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E-Jugend Training: Neue DFB-Formen & Top-Übungen für U10/U11

Jürgen Beckmann.

12 września 2025

E-Jugend Training: Neue DFB-Formen & Top-Übungen für U10/U11

Spis treści

Als erfahrener Trainer weiß ich, dass das E-Jugend-Training (U10/U11) eine der spannendsten und zugleich herausforderndsten Aufgaben ist. In diesem Artikel teile ich meine bewährten Praxisanleitungen und Tipps, die Ihnen helfen, Kinder im Alter von 9 bis 10 Jahren optimal zu fördern und ihre Begeisterung für den Fußball nachhaltig zu entfachen. Wir tauchen tief in die altersgerechte Entwicklung, die neuesten DFB-Richtlinien und effektive Übungsformen ein, damit Sie jede Trainingseinheit zu einem Erfolg machen können.

Effektives E-Jugend Training Praxisanleitungen für U10/U11 Trainer

  • Das E-Jugend-Training (U10/U11) konzentriert sich auf Technik (Dribbling, Passen, Torschuss) und Spielfreude, nicht auf komplexe Taktik.
  • Die "Neuen Spielformen" (z.B. 5-gegen-5 auf Minitore) sind seit 2024/25 bundesweit verbindlich und fördern mehr Ballkontakte und Erfolgserlebnisse.
  • Eine typische Trainingseinheit gliedert sich in Aufwärmen, einen Hauptteil mit Technikübungen und ein abschließendes freies Spiel.
  • Altersgerechte Förderung von Koordination, Schnelligkeit und Spielintelligenz ist integraler Bestandteil jeder Einheit.
  • Der Trainer agiert als Motivator und Kommunikator, der sowohl die Spieler als auch deren Eltern aktiv einbindet.

Die E-Jugend: Das goldene Lernalter im Fußball

Die E-Jugend, also die Altersklassen U10 und U11, wird im deutschen Fußball nicht ohne Grund als das "goldene Lernalter" bezeichnet. In dieser entscheidenden Phase sind Kinder im Alter von 9 bis 10 Jahren besonders empfänglich für das Erlernen und Festigen neuer motorischer Fähigkeiten. Sie entwickeln ein besseres Körpergefühl, können komplexere Bewegungsabläufe koordinieren und sind mental bereit, technische Fertigkeiten wie Dribbling, Passen und Torschuss aufzunehmen und zu verfeinern. Für uns Trainer bedeutet das eine riesige Chance, die Grundlagen für ihre zukünftige Fußballkarriere zu legen.

Die entscheidende Entwicklungsphase: Was 9- bis 10-Jährige auszeichnet

In diesem Alter erleben Kinder eine rasante Entwicklung. Motorisch werden sie geschickter, ihre Koordination verbessert sich spürbar, und sie können Bewegungen präziser steuern. Kognitiv sind sie in der Lage, Anweisungen besser zu verstehen und umzusetzen, Zusammenhänge zu erkennen und erste taktische Ansätze in einfachen Spielformen zu begreifen. Sozial lernen sie, im Team zu agieren, Regeln einzuhalten und mit Sieg und Niederlage umzugehen. Diese Kombination aus physischer, mentaler und sozialer Reife macht sie zu idealen Lernenden auf dem Fußballplatz. Als Trainer können wir diese Offenheit und Lernbereitschaft hervorragend nutzen.

Die Philosophie des DFB: Spielfreude und Technik vor Taktik

Der DFB hat eine klare Philosophie für die E-Jugend, die ich voll und ganz unterstütze: Spielfreude und die Entwicklung grundlegender Fußballtechniken stehen absolut im Vordergrund. Komplexe taktische Anweisungen sind in diesem Alter bewusst zweitrangig. Es geht darum, den Kindern den Spaß am Spiel zu vermitteln, ihre Kreativität zu fördern und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben sprich: die Techniken mit denen sie sich auf dem Platz ausdrücken können. Dribbling, Passen und Torschuss sind die Bausteine, die wir legen müssen, damit sie später ein fundiertes Spielverständnis entwickeln können.

Neue Spielformen verstehen: Warum 5-gegen-5 die Zukunft ist

Seit der Saison 2024/25 sind die "Neuen Spielformen" des DFB bundesweit verbindlich, und ich bin überzeugt, dass sie eine echte Bereicherung für die E-Jugend sind. Statt des oft überfordernden 7-gegen-7 auf große Tore spielen wir nun in kleineren Formaten, wie zum Beispiel 5-gegen-5 oder sogar 3-gegen-3 auf vier Minitore. Die Vorteile sind immens und sprechen für sich:

  • Mehr Ballkontakte: Jedes Kind ist häufiger am Ball, was die aktive Beteiligung und das Engagement steigert.
  • Mehr Dribblings: Die kleineren Felder und Minitore fördern das individuelle Dribbling und die 1-gegen-1-Situationen.
  • Mehr Torschüsse: Durch die vielen Tore und die geringere Torhüterpräsenz gibt es deutlich mehr Torschussmöglichkeiten und damit auch mehr Erfolgserlebnisse.
  • Höhere Spielintelligenz: Die Kinder müssen ständig neue Lösungen finden, Räume erkennen und schnell Entscheidungen treffen, was ihre Spielintelligenz ganz natürlich schult.
  • Mehr Erfolgserlebnisse: Häufigere Ballaktionen und Tore führen zu mehr positiven Momenten, die die Motivation und das Selbstvertrauen stärken.

Diese Spielformen sind ein echter Game Changer, um die Kinder altersgerecht und effektiv zu fördern.

So strukturieren Sie eine effektive E-Jugend-Trainingseinheit

Eine gut strukturierte Trainingseinheit ist das A und O für den Erfolg und die Freude der Kinder. Ich plane meine 90-minütigen Einheiten immer nach einem klaren Schema, das sich bewährt hat und den Kindern Sicherheit gibt. Hier ist mein typischer Aufbau:

  1. Aufwärmen (ca. 15-20 Min.): Diese Phase nutzen wir, um die Kinder spielerisch aufzuwärmen und gleichzeitig schon erste Ballkontakte zu ermöglichen. Der Fokus liegt auf Bewegung, Koordination und Spaß.
  2. Hauptteil (ca. 40-50 Min.): Hier konzentrieren wir uns auf ein bis zwei Schwerpunktthemen, wie zum Beispiel Finten und Torschuss. Die Übungen sind aufeinander aufbauend, beginnend mit einfachen Wiederholungen, über Übungen mit leichtem Druck bis hin zur Anwendung im kleinen Spiel.
  3. Abschlussspiel (ca. 20-25 Min.): Das freie Spiel ist der Höhepunkt jeder Einheit. Hier können die Kinder das Gelernte unter "Wettkampfbedingungen" anwenden, idealerweise in den neuen Spielformen wie 5 gegen 5 auf vier Tore. Es geht darum, sich auszutoben und das Spiel zu genießen.

Diese Struktur ermöglicht es, sowohl technische Fertigkeiten zu vermitteln als auch die Spielfreude hochzuhalten.

Mehr als nur Warmlaufen: Kreative Aufwärmspiele mit Ball

Das Aufwärmen ist für mich mehr als nur Körpertemperatur erhöhen. Es ist die erste Gelegenheit, die Kinder zu aktivieren, ihre Koordination zu fördern und ihnen den Ball "schmackhaft" zu machen. Hier sind einige meiner Lieblingsideen:

  • Ball-Fangspiel: Alle Spieler dribbeln in einem begrenzten Feld. Ein oder zwei Fänger versuchen, die anderen Spieler zu fangen, indem sie sie mit dem Ball berühren. Wer gefangen wird, wird selbst zum Fänger.
  • Dribbel-Slalom mit Aufgaben: Die Kinder dribbeln durch eine Reihe von Hütchen. Bei jedem Hütchen gibt es eine kleine Aufgabe, z.B. "Ball mit der Sohle stoppen", "Ball einmal hochhalten" oder "eine Finte andeuten".
  • Partner-Dribbling: Zwei Spieler dribbeln nebeneinander und versuchen, den Ball des Partners nicht zu berühren, während sie gleichzeitig eine vorgegebene Strecke zurücklegen.

Diese Spiele lockern auf und bereiten optimal auf den Hauptteil vor.

Der Hauptteil: Vom einfachen Drill zur komplexen Spielform

Im Hauptteil geht es darum, ein oder zwei Schwerpunktthemen gezielt zu trainieren. Nehmen wir an, wir wollen Finten und den Torschuss verbessern. Ich beginne immer mit der einfachen Wiederholung der Technik, ohne Gegnerdruck. Die Kinder sollen das Gefühl für die Bewegung und den Ball entwickeln. Dann steigern wir den Druck: Wir fügen einen passiven Gegenspieler hinzu oder lassen die Übung unter Zeitdruck durchführen. Schließlich wenden wir das Gelernte in einer komplexeren Spielform an, zum Beispiel in einem 2-gegen-1 oder einem kleinen Spiel, bei dem die Finte oder der Torschuss gezielt eingesetzt werden kann. Dieser progressive Aufbau sorgt dafür, dass die Kinder die Technik nicht nur isoliert beherrschen, sondern auch im Spiel anwenden können.

Das Abschlussspiel: Gelernte Inhalte im Wettkampf anwenden

Das Abschlussspiel ist für mich der wichtigste Teil jeder Trainingseinheit. Hier können die Kinder all das, was wir geübt haben, frei und ohne übermäßige Anweisungen anwenden. Es ist der Raum, in dem sie experimentieren, Fehler machen und daraus lernen dürfen. Ich setze hier konsequent auf die neuen Spielformen, wie das 5 gegen 5 auf 4 Tore. Das fördert nicht nur die Spielfreude und die Kreativität, sondern auch die Spielintelligenz. Die Kinder müssen selbstständig Lösungen finden, Räume erkennen und ihre Entscheidungen treffen. Als Trainer trete ich in dieser Phase bewusst in den Hintergrund und lasse die Kinder einfach spielen.

E-Jugend Fußball Dribbling Übung

Ballbeherrschung meistern: Übungen für Dribbling und Finten

Die Ballbeherrschung ist die Grundlage jeder fußballerischen Entwicklung. In der E-Jugend legen wir den Fokus auf das beidfüßige Dribbling und effektive Finten, die den Kindern helfen, sich im 1-gegen-1 durchzusetzen. Es geht darum, den Ball so nah wie möglich am Fuß zu führen und gleichzeitig den Blick für das Spiel zu schulen.

Grundlagen schaffen: Übungen zur beidfüßigen Ballführung

Eine sichere beidfüßige Ballführung ist essenziell. Hier sind einige Übungen, die ich regelmäßig einsetze:

  1. Freies Dribbeln im Feld: Die Kinder dribbeln frei in einem abgesteckten Feld. Ich gebe immer wieder Anweisungen, welchen Fuß sie nutzen sollen (z.B. "Nur mit links!", "Nur mit rechts!"), welche Fußseite (z.B. "Nur Außenseite!") oder welche Ballberührung (z.B. "Kurze Kontakte!", "Lange Kontakte!"). Das schult die Variabilität.
  2. Dribbeln durch Hütchentore: Mehrere kleine Tore aus Hütchen werden im Feld verteilt. Die Kinder dribbeln durch diese Tore und versuchen dabei, den Ball mit beiden Füßen zu führen. Variation: Ich gebe vor, durch welche Farbe des Tores sie als Nächstes dribbeln sollen.
  3. Zickzack-Dribbling: Hütchen werden in einer Zickzack-Linie aufgestellt. Die Kinder dribbeln um die Hütchen herum und nutzen dabei bewusst die Innen- und Außenseite des Fußes, um die Richtung zu wechseln.

Gegner austricksen: Die Top 3 Finten für die E-Jugend und wie man sie trainiert

Finten machen Spaß und sind unglaublich effektiv. Für die E-Jugend konzentriere ich mich auf einfache, aber wirkungsvolle Finten:

  • Der Übersteiger:
    • Technik: Mit dem Standbein am Ball vorbeisteigen, ohne den Ball zu berühren. Mit dem anderen Fuß den Ball in die entgegengesetzte Richtung mitnehmen.
    • Training: Zuerst ohne Gegner üben, dann mit einem passiven Gegenspieler, der nur einen Schritt zur Seite macht. Später im 1-gegen-1.
  • Die Schussfinte:
    • Technik: Eine Schussbewegung antäuschen, den Fuß aber kurz vor dem Ball abbremsen und den Ball mit der Innenseite oder Außenseite am Gegenspieler vorbeilegen.
    • Training: Zuerst den Bewegungsablauf üben, dann mit einem Gegenspieler, der auf den Schuss reagieren soll. Ideal vor einem kleinen Tor.
  • Der Richtungswechsel (V-Finte):
    • Technik: Den Ball mit der Sohle zurückziehen und dann mit der Innenseite des gleichen Fußes in eine neue Richtung mitnehmen, sodass ein "V" entsteht.
    • Training: Im Stand üben, dann im Dribbling. Später mit einem Gegenspieler, der versucht, den Ball zu erobern.

Dribbel-Parcours: Spielerisch die Technik unter Druck verbessern

Ein Dribbel-Parcours ist fantastisch, um die Technik spielerisch und unter leichtem Druck zu verbessern. Ich baue gerne Parcours mit verschiedenen Stationen auf: Hütchen zum Slalom-Dribbling, kleine Tore zum Durchdribbeln, eine Zone, in der man eine Finte anwenden muss, oder auch eine Station, an der ein passiver Gegenspieler steht. Wichtig ist, dass der Parcours abwechslungsreich ist und die Kinder immer wieder neue Herausforderungen finden. Man kann auch Wettbewerbe einbauen: Wer schafft den Parcours am schnellsten? Wer macht die wenigsten Fehler? Das motiviert ungemein.

Vom Chaos zum Kombinationsspiel: Pass- und Annahmeübungen

Ein präzises Passspiel und eine sichere Ballannahme sind die Schlüssel zum Kombinationsspiel. In der E-Jugend legen wir die Grundlagen dafür, dass die Kinder den Ball nicht nur führen, sondern auch gezielt zu einem Mitspieler bringen und sauber annehmen können. Das ist die Basis für flüssige Spielzüge.

Das A und O: Die perfekte Technik für den Innenseitpass

Der Innenseitpass ist der wichtigste Pass in der Jugend. Hier ist die Technik Schritt für Schritt erklärt:

  1. Standbein: Das Standbein zeigt zum Ziel und steht etwa eine Fußlänge neben dem Ball.
  2. Fußstellung: Der Fuß, der den Ball spielt, ist angewinkelt, die Fußspitze leicht angezogen, die Innenseite ist "hart".
  3. Treffpunkt Ball: Den Ball in der Mitte treffen, um eine gerade Flugbahn zu gewährleisten.
  4. Ausschwingen: Nach dem Kontakt schwingt der Fuß in Richtung des Ziels aus.

Um diese Technik zu festigen, empfehle ich folgende Übungen:

  • Partnerpass: Zwei Spieler passen sich auf kurze Distanz zu. Fokus auf saubere Technik und Präzision.
  • Passen im Dreieck: Drei Spieler bilden ein Dreieck und passen sich den Ball zu. Hier kann man auch die Blickführung schulen.
  • Passen auf Ziel: Die Kinder passen auf ein kleines Ziel (z.B. ein Hütchen oder einen kleinen Reifen), um die Präzision zu erhöhen.

Blick nach oben: Übungen zur Verbesserung der Übersicht vor dem Pass

Ein guter Pass ist nur so gut wie die Entscheidung, wann und wohin er gespielt wird. Deshalb ist die Übersicht so wichtig. Hier sind Übungen, die ich gerne einsetze:

  • Passen nach Zuruf: Die Kinder passen sich zu. Der Trainer ruft vor dem Pass den Namen des Mitspielers, zu dem gepasst werden soll, oder eine Farbe eines Hütchens, das angespielt werden muss. Das zwingt die Kinder, den Kopf zu heben.
  • Passen in freie Zonen: In einem Feld sind mehrere Zonen markiert (z.B. mit farbigen Hütchen). Die Kinder müssen den Ball in die Zone passen, die der Trainer zuruft oder die gerade frei ist.

Direkt und präzise: Trainingsformen für die schnelle Ballverarbeitung

Die Fähigkeit, den Ball schnell zu verarbeiten und direkt weiterzuspielen, ist entscheidend, um das Spieltempo zu erhöhen. Ich nutze dafür gerne folgende Ideen:

  • Direktpass-Kreis: Mehrere Spieler stehen im Kreis und passen den Ball direkt weiter. Wer den Ball annimmt, muss ihn sofort wieder abspielen.
  • Pass- und Laufwege: Spieler A passt zu B, läuft dann in eine neue Position, und B spielt den Ball direkt zu C, der wiederum zu A passen kann. Das schult das Zusammenspiel und die schnelle Entscheidungsfindung.
  • "One-Touch"-Spiel: In kleinen Gruppen wird versucht, den Ball nur mit einer Berührung weiterzuspielen. Das erfordert höchste Konzentration und Präzision.

Tore schießen, Tore feiern: Den perfekten Abschluss trainieren

Tore sind das Salz in der Suppe des Fußballs! Das Torschusstraining ist in der E-Jugend enorm wichtig, nicht nur um die Technik zu verbessern, sondern auch um den Kindern Erfolgserlebnisse zu ermöglichen und ihre Motivation zu steigern.

Der harte Spannschuss: Techniktraining Schritt für Schritt

Der Spannschuss ist der kraftvollste Schuss. So erkläre ich ihn den Kindern:

  1. Anlauf: Gerader Anlauf zum Ball.
  2. Standbein: Das Standbein steht etwa eine Fußlänge neben dem Ball, leicht versetzt und zeigt zum Ziel.
  3. Schussbein: Das Schussbein wird weit nach hinten geholt.
  4. Fußstellung: Die Fußspitze ist fest angezogen, der Fußrist ist gestreckt und "hart".
  5. Treffpunkt Ball: Den Ball mittig mit dem Spann treffen.
  6. Körperhaltung: Oberkörper leicht über dem Ball, Blick auf den Ball.
  7. Ausschwingen: Das Schussbein schwingt nach dem Kontakt weit nach vorne und oben aus.

Torschuss nach Aktion: Übungen, die Dribbling und Abschluss verbinden

Im Spiel kommt der Torschuss selten aus dem Stand. Deshalb trainiere ich ihn gerne in Kombination mit anderen Aktionen:

  • Dribbeln und Schießen: Die Kinder dribbeln auf ein Tor zu, umkurven ein Hütchen und schließen dann ab.
  • Finte und Schuss: Ein Spieler dribbelt auf einen passiven Gegenspieler zu, wendet eine Finte an und schließt dann auf das Tor ab.
  • Pass, Annahme, Schuss: Ein Pass kommt von der Seite, der Spieler nimmt den Ball an und schließt direkt oder nach ein, zwei Kontakten ab.

Wettbewerbe im Training: Wer wird Torschützenkönig?

Wettbewerbe sind ein fantastisches Mittel, um die Motivation im Torschusstraining zu steigern. Das weckt den Ehrgeiz und macht den Kindern riesigen Spaß. Hier sind ein paar Ideen:

  • Torschuss-Duell: Zwei Teams treten gegeneinander an. Jeder Spieler hat eine bestimmte Anzahl an Versuchen, wer die meisten Tore erzielt, gewinnt.
  • Zielschießen: Im Tor werden Zonen markiert (z.B. mit Reifen oder Hütchen). Für Treffer in bestimmten Zonen gibt es mehr Punkte.
  • "Wer trifft die Latte?": Ein lustiger Wettbewerb, bei dem die Kinder versuchen, die Latte zu treffen. Das fördert die Präzision und den Mut, auch mal aus der Distanz zu schießen.

Mehr als nur Fußball: Koordination und Schnelligkeit fördern

Koordination und Schnelligkeit sind keine separaten Trainingseinheiten, sondern integrale Bestandteile des E-Jugend-Trainings. Sie sind die Basis für alle fußballerischen Bewegungen und können spielerisch hervorragend gefördert werden. Ich integriere diese Elemente fast immer in Aufwärmübungen oder spezifische Stationen.

Das Lauf-ABC: Spielerisch die Grundlagen für jeden Sprint legen

Das Lauf-ABC ist entscheidend für eine effiziente Lauftechnik und damit auch für die Schnelligkeit. Ich baue es gerne spielerisch ein:

  • Kniehebelauf: Die Knie werden abwechselnd hochgezogen, die Arme schwingen aktiv mit.
  • Fersen an den Po: Die Fersen werden abwechselnd zum Gesäß geführt.
  • Skippings: Kurze, schnelle Schritte mit geringem Bodenkontakt.
  • Anfersen: Die Ferse wird zum Po geführt.
  • Hopserlauf: Kräftige Sprünge nach vorne.

Diese Übungen mache ich oft als Staffel oder mit kleinen Wettbewerben, um den Spaßfaktor zu erhöhen.

Flinke Füße, wacher Geist: Koordinationsleitern und Hütchen richtig einsetzen

Koordinationsleitern und Hütchen sind meine besten Freunde, wenn es um die Schulung von Fußarbeit, Agilität und Reaktionsschnelligkeit geht. Sie sind vielseitig einsetzbar:

  • Leiterlauf mit Ball: Die Kinder absolvieren verschiedene Laufmuster in der Koordinationsleiter (z.B. ein Bein pro Feld, zwei Beine pro Feld, seitlich) und führen dabei einen Ball. Das schult die Ballkontrolle unter dynamischen Bedingungen.
  • Hütchen-Parcours mit Richtungswechseln: Hütchen werden eng zueinander aufgestellt. Die Kinder müssen schnell zwischen den Hütchen hin- und herlaufen, Richtungen wechseln und dabei den Ball führen.
  • Reaktionsspiele mit Hütchen: Ich rufe eine Farbe oder eine Zahl, und die Kinder müssen so schnell wie möglich zu dem entsprechenden Hütchen sprinten und es berühren.

Action und Reaktion: Fangspiele zur Schulung der Antizipation

Fangspiele sind nicht nur ein Riesenspaß, sondern auch ein hervorragendes Training für Reaktionsfähigkeit, Antizipation und schnelles Umschalten. Ich nutze sie gerne zum Aufwärmen oder als Auflockerung:

Ein Klassiker ist das "Kettenfangen", bei dem die gefangenen Spieler eine Kette bilden und gemeinsam fangen. Oder das "Fangen mit Ball", bei dem die Fänger den Ball am Fuß führen müssen. Das fördert die Ballkontrolle unter Zeitdruck. Auch "Schattenfangen", bei dem ein Spieler dem anderen exakt nachläuft und dessen Bewegungen imitiert, schult die Antizipation und die schnelle Reaktion auf Richtungswechsel. Diese Spiele sind einfach, aber unglaublich effektiv für die Entwicklung der Kinder.

Der Trainer als Schlüssel zum Erfolg: Tipps für die E-Jugend

Als Trainer in der E-Jugend sind wir weit mehr als nur Übungsleiter. Wir sind Pädagogen, Motivatoren und Vertrauenspersonen. Unsere Rolle ist entscheidend für die Entwicklung der Kinder und ihre langfristige Bindung an den Sport. Es geht darum, eine positive Atmosphäre zu schaffen, in der sich jedes Kind wohlfühlt und sein volles Potenzial entfalten kann.

Die richtige Ansprache: Wie Sie 9- und 10-Jährige motivieren und korrigieren

Die Kommunikation mit 9- und 10-Jährigen erfordert Fingerspitzengefühl. Hier sind meine bewährten Tipps:

  • Positives Feedback zuerst: Beginnen Sie immer mit Lob, bevor Sie eine Korrektur anbringen. "Das Dribbling war super, versuch beim nächsten Mal den Ball noch näher am Fuß zu halten."
  • Kurze, klare Anweisungen: Die Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt. Halten Sie Erklärungen kurz und prägnant. Zeigen Sie lieber, als lange zu reden.
  • Fehler als Lernchance: Vermitteln Sie, dass Fehler dazugehören und eine Möglichkeit sind, besser zu werden. Ermutigen Sie zum Ausprobieren.
  • Individuelle Motivation: Jedes Kind tickt anders. Manche brauchen viel Zuspruch, andere eine kleine Herausforderung. Finden Sie heraus, was Ihr Spieler braucht.

Umgang mit Leistungsunterschieden: So fördern Sie jeden Spieler individuell

In jeder E-Jugend-Mannschaft gibt es Leistungsunterschiede, und das ist völlig normal. Meine Strategien, um jeden Spieler individuell zu fördern:

  • Differenzierte Aufgaben: Bei Übungen können Sie leistungsstärkeren Kindern komplexere Aufgaben geben (z.B. mehr Kontakte, engere Hütchenabstände) und leistungsschwächeren Kindern einfachere (z.B. mehr Freiraum, weniger Druck).
  • Kleingruppen: Teilen Sie die Mannschaft für bestimmte Übungen in Kleingruppen auf, die leistungshomogen sind. So können Sie gezielter auf die Bedürfnisse eingehen.
  • Fokus auf Stärken: Erkennen und stärken Sie die individuellen Stärken jedes Kindes, egal ob es ein schneller Dribbler, ein guter Passgeber oder ein motivierter Kämpfer ist.

Lesen Sie auch: Knieschonendes Oberschenkeltraining: Starke Beine, gesunde Knie

Eltern als Partner gewinnen: Kommunikation und Erwartungsmanagement

Eltern sind wichtige Partner im Jugendfußball. Eine offene und transparente Kommunikation ist entscheidend, um Missverständnisse zu vermeiden und alle an einem Strang ziehen zu lassen:

  • Regelmäßige Informationen: Informieren Sie die Eltern über Trainingszeiten, Spieltage und wichtige Entscheidungen. Eine WhatsApp-Gruppe oder eine E-Mail-Liste sind hier sehr hilfreich.
  • Elternabende: Laden Sie zu Beginn der Saison zu einem Elternabend ein, um die Saisonziele, Ihre Philosophie und die Regeln zu besprechen. Das schafft Transparenz.
  • Erwartungsmanagement: Erklären Sie den Eltern die DFB-Philosophie für die E-Jugend (Spielfreude, Technik vor Taktik) und dass es nicht um Ergebnisse, sondern um die Entwicklung der Kinder geht.
  • Offenes Ohr: Seien Sie ansprechbar für Fragen und Anliegen, aber legen Sie klare Grenzen fest, z.B. keine Spielanalysen direkt nach dem Spiel.

FAQ - Najczęstsze pytania

Seit 2024/25 sind 5-gegen-5 oder 3-gegen-3 auf Minitore verbindlich. Sie fördern mehr Ballkontakte, Dribblings, Torschüsse und Erfolgserlebnisse für jedes Kind, steigern die Spielfreude und entwickeln die Spielintelligenz altersgerecht.

Kinder zwischen 9 und 10 Jahren sind motorisch, kognitiv und sozial besonders empfänglich für das Erlernen von Fußballtechniken. Sie entwickeln ein besseres Körpergefühl und können komplexe Bewegungen präziser steuern, was die Grundlagen für ihre Entwicklung legt.

Der DFB legt den Fokus auf Spielfreude und die Entwicklung grundlegender Techniken wie beidfüßiges Dribbling, sichere Ballan- und -mitnahme sowie präzises Passen. Taktische Anweisungen treten bewusst in den Hintergrund, um Kreativität zu fördern.

Eine 90-minütige Einheit gliedert sich in Aufwärmen (15-20 Min. mit Ballspielen), einen Hauptteil (40-50 Min. mit Technikübungen zu 1-2 Schwerpunkten) und ein Abschlussspiel (20-25 Min. in neuen Spielformen), um das Gelernte anzuwenden.

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Autor Jürgen Beckmann
Jürgen Beckmann
Ich bin Jürgen Beckmann, ein erfahrener Content Creator mit über 10 Jahren Engagement im Bereich Sport. Während dieser Zeit habe ich mich intensiv mit verschiedenen Aspekten des Sports beschäftigt, insbesondere mit den neuesten Entwicklungen im Tennis. Mein Ziel ist es, komplexe Informationen verständlich zu machen und objektive Analysen zu bieten, die den Lesern helfen, die Dynamik des Sports besser zu verstehen. Ich bringe eine fundierte Expertise in der Analyse von Sporttrends und -techniken mit und lege großen Wert darauf, aktuelle und verlässliche Informationen bereitzustellen. Mein Ansatz umfasst sorgfältige Recherchen und das Fact-Checking, um sicherzustellen, dass die Inhalte sowohl informativ als auch vertrauenswürdig sind. Ich strebe danach, eine Plattform zu schaffen, die Sportbegeisterte inspiriert und informiert.

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